Diese Meldung wurde aktualisiert: Finanzkontrollausschuss zu Matrei-Debakel vertagt, weitere Auskunftspersonen werden geladen.
Der Finanzkontrollausschuss des Tiroler Landtags hat sich am Donnerstag mit dem Finanzdebakel der Gemeinde Matrei in Osttirol beschäftigt. Mehrere Auskunftspersonen standen dabei Rede und Antwort, darunter Bürgermeister, Altbürgermeister, Vertreter der Landesverwaltung und der Rechnungshof. Neue Aussagen führten dazu, dass der Ausschuss die Sitzung vertagte und weitere Personen laden will.
Für Aufmerksamkeit sorgte, laut einer Presseaussendung der Tiroler Grünen, die Aussagen der ehemaligen Bezirkshauptfrau von Osttirol, Olga Reisner. Sie schilderte, dass sie zunächst unabhängig gegen zusätzliche Schulden der Gemeinde vorgegangen war und mehrere Kreditwünsche abgelehnt hatte. Laut Reisner habe sich die Arbeitsweise nach dem Regierungswechsel unter Landeshauptmann Anton Mattle jedoch verändert und es habe Arbeitsanweisungen aus dem Büro des Landeshauptmanns gegeben. Der Rechnungshof hatte zuvor mindestens zehn Verstöße gegen die Gemeindeordnung festgestellt und auch hohe Beratungskosten kritisiert, heißt es weiter.
Laut Ausschussvorsitzendem Markus Abwerzger habe damit eine umfassende Aufarbeitung der Ursachen begonnen. Die nächste Sitzung des Finanzkontrollausschusses ist für den 7. Mai geplant. Geladen werden unter anderem Landeshauptmann Anton Mattle, mehrere Landesbeamte sowie erneut Vertreter der Gemeinde Matrei in Osttirol.
Meldung vom 12.03.2026
Im Tiroler Landtag befasst sich heute der Finanzkontrollausschuss mit der finanziellen Situation der Marktgemeinde Matrei in Osttirol. Geladen sind unter anderem der amtierende Bürgermeister Raimund Steiner, Alt Bürgermeister Andreas Köll, die frühere Bezirkshauptfrau Olga Reisner sowie der ehemalige Landesrat Bernhard Tilg. Im Ausschuss geht es vor allem um die politische Aufklärung und um mögliche Verantwortung für das Finanzdebakel der Gemeinde.
Dabei werden parteiübergreifend klare Antworten erwartet. Tirols Landeshauptmann Anton Mattle hatte im Feber in Matrei erklärt, dass die Sanierungsmaßnahmen für die Gemeinde weiter nach Plan laufen. Ziel sei es, die finanzielle Stabilität der Marktgemeinde langfristig wiederherzustellen.