In Oberlienz wächst nach schweren Waldschäden ein neuer Schutzwald. Bund und Land unterstützen die langfristige Wiederbewaldung.
Nach massiven Waldschäden durch Windwurf, Schnee und Borkenkäfer schreitet die Wiederbewaldung in Osttirol weiter voran. Rund 5,5 Millionen Kubikmeter Schadholz sind in den vergangenen Jahren im Bezirk Lienz angefallen, betroffen waren etwa 13.000 Hektar Wald, rund ein Fünftel der gesamten Waldfläche Osttirols. Bei einem Lokalaugenschein in Oberlienz informierten sich Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig und Tirols LHStv. Josef Geisler über den Stand der Wiederbewaldung.
Ziel ist die langfristige Schutzfunktion
Im Einzugsgebiet des Daberbachs soll der Wald langfristig wieder seine Schutzfunktion für Siedlungen, Verkehrswege und den Lebensraum der Bevölkerung erfüllen. Allein zwischen 2020 und 2025 wurden in Osttirol rund 6,5 Millionen Forstpflanzen gesetzt, im Schnitt mehr als eine Million Jungbäume pro Jahr. Dabei wird auf standortgerechte und klimafitte Mischwälder gesetzt, die den künftigen Herausforderungen besser standhalten sollen.
Mehr als zwei Millionen Euro Forstförderungen
In Oberlienz wurden seit 2019 mehr als zwei Millionen Euro an Forstförderungen ausbezahlt, rund 840.000 Euro davon stammen aus dem Waldfonds des Bundes. Die Wiederbewaldung sei auch damit eine langfristige Aufgabe, bei der neben der finanziellen Unterstützung auch die Pflege der jungen Bestände und ein ausgewogenes Wald-Wild-Verhältnis eine wichtige Rolle spiele, heißt von Seiten des Landes.
Landesinformation: Wiederbewaldung in Osttirol
Gemeinde Oberlienz
* Schadholzmenge: ca. 280.000 m³
* Gepflanzte Bäume: 330.000 Stück im Zeitraum 2020 bis 2025
* Fördermittel: 2,1 Millionen Euro an Forstförderung seit 2019 (davon
entfallen rund 1,07 Millionen Euro auf Flächenwirtschaftliche Projekte,
840.000 Euro auf den Waldfonds, 140.000 Euro auf die Ländliche Entwicklung
und 60.000 Euro auf Landesförderungen)
Bezirk Lienz
* Schadholzmenge: 5,5 Millionen m3
* Betroffene Fläche: ca. 13.000 Hektar Wald
* Gepflanzte Bäume: 6,5 Millionen Stück im Zeitraum 2020 bis 2025
* Fördermittel: 38 Millionen Euro an Forstförderung seit 2019,
zusätzlich Mittel aus Projekten der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie
Abgeltungen für private Elementarschäden
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