Die Wildbach- und Lawinenverbauung Osttirol ist in die neue Bausaison gestartet. Neben den Lücken im Schutzwald und neuen Verbauungsvorhaben, ist auch die Sanierung bestehender Schutzbauten notwendig.
Rund 26 Millionen Euro fließen heuer insgesamt für das Naturgefahrenmanagement und den Schutz vor Lawinen, Muren und Hochwasser sowie die Aufforstung von Schutzwald in den Bezirk Lienz. Davon stehen rund 10 Millionen Euro für die Wildbach- und Lawinenverbauung Osttirol zur Verfügung. Die Mittel kommen von Bund, Land, den betroffenen Gemeinden sowie Grundbesitzern und Infrastruktur-Trägern. Gebietsbauleiter Hanspeter Pussnig ist mit der Dotierung zufrieden, Kürzungen gegenüber dem Vorjahr habe es keine gegeben. Die 10 Millionen Euro verteilen sich heuer so:
Während der Wintermonate wurde geplant und projektiert, und seit Montag, 2. März sind die 35 Bauarbeiter der WLV Osttirol wieder im Gelände im Einsatz.
Forstlicher Ausnahmezustand seit 2018
Seit dem Sturmtief Vaia im Herbst 2018 und den folgenden Jahren mit Schneeschäden und der massiven Borkenkäfer-Ausbreitung herrscht in Osttirol forstlicher Ausnahmezustand, sagt Hanspeter Pussnig, WLV-Gebietsbauleiter. Im Bezirk werden derzeit acht flächenwirtschaftliche Projekte in Zusammenarbeit mit dem Forstdienst umgesetzt, um die aufgrund des zerstörten Schutzwaldes entstandene Schutzlücke zu schließen. Das ist bisher gut gelungen, allerdings gab es auch aufgrund der letzten schneearmen Winter keine größeren Lawinenereignisse.
Neue Wildbach-Verbauungen starten, bestehende Anlagen werden saniert
Aktuell läuft ein Sanierungsprojekt am Kristein- und Vergeinbach in Assling und Anras an, hier werden rund 1,3 Millionen Euro investiert. Weiters beginnen heuer die Arbeiten am Großbach in Thurn, Gaimberg und Lienz, am Oberlauf des Tödterbaches in Sillian und weiteres großes Sanierungsprojekt startet am Gödnachbach in Dölsach. Am Grafenbach in Lienz und Gaimberg wird ein wichtiges Etappenziel heuer abgeschlossen.
Über aktuelle Vorhaben und die derzeit größten Projekte der Wildbach- und Lawinenverbauung Osttirol hat Karin Stangl für Radio Osttirol mit Gebietsbauleiter Hanspeter Pussnig gesprochen: