Die Klimaerwärmung bekommen auch die heimischen Landwirte bei der Feldarbeit zu spüren. Doch wie wappnet man sich für die Wetterextreme? Antworten lieferte Anfang der Woche Anton Hofmann von der Landwirtschaftskammer.
Sie sind bei der Landwirtschaftskammer für die Grünlandberatung zuständig. Was sind heuer die großen Herausforderungen für die heimischen Landwirte?
Heuer haben wir vor allem mit den Wetterextremen zu kämpfen. Wir hatten lange Dürreperioden und dann wieder starke Niederschlagsereignisse. Das wirkt sich extrem auf unsere Grünlandbestände aus. Zeitweise hatten wir starke Ernteverluste. Jetzt geht es darum, unsere Flächen wieder fit zu bekommen – damit wir in Zukunft für solche Extremwetterereignisse noch etwas besser gewappnet sind.
Heißt das für die Osttiroler Bauern mehr Arbeit?
Natürlich ist damit ein gewisser Arbeitsaufwand verbunden – sei es durch Nachsaaten oder dadurch, andere Pflanzen zu etablieren. Wenn man das aber Schritt für Schritt angeht, kriegt man es gut hin.
Ein großes Thema ist das fehlende Wasser im Boden. Was können die Landwirte dagegen machen? Ist Bewässerung eine Option?
Bewässerung wäre definitiv eine Option. Das Problem dabei ist allerdings, dass sie sehr kostenintensiv und auch mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden ist. Mein erster Ansatz wäre deshalb, zunächst zu schauen, ob man Pflanzenbestände mit trockentoleranteren Sorten etablieren und die Bodenstruktur verbessern kann. Dadurch lässt sich auch die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens erhöhen.
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