Die Austrian Power Grid will das Projekt von 2027 bis 2031 umsetzen. Franz Theurl kündigt an, gegen den Bescheid vorzugehen.
Von einem „280-Millionen-Euro Booster“ schreibt die Austrian Power Grid am Freitagvormittag, 20. Feber, in einer Aussendung. Es geht um die sogenannte "Südverbindung Lienz" – durch diese soll die bestehende 220-kV-Leitung zwischen dem Umspannwerk Lienz nach Italien auf den neuesten Stand gebracht werden. Und nun liegt dafür ein positiver UVP-Bescheid vor. Vom 30. September bis 2. Oktober 2025 fand im Kolpinghaus in Lienz die mündliche Verhandlung der UVP-Behörde (Länder Tirol und Kärnten) zum APG-220-kV-Projekt „Südverbindung Lienz“ statt. Nur viereinhalb Monate nach der Verhandlung im liegt nun der positive UVP-Bescheid durch die Behörde vor. Gerhard Christiner, Vorstandssprecher APG, sagt: „Der Bescheid für die Südverbindung Lienz ist unser insgesamt siebentes, erfolgreich eingereichtes und genehmigtes UVP-Verfahren und bestätigt die hohe Qualität und Umsetzbarkeit unserer Trassenplanung. Das Umspannwerk Lienz entwickelt sich damit zu einem zentralen Energieknoten mit Verbindungen in Richtung Salzburg, Kärnten und Italien.“
"Natürlich Einspruch"
Das Projekt wird in Osttirol allerdings sehr kritisch gesehen. Vor allem der Tourismusverband Osttirol unter Franz Theurl fordert, Teile der Leitung zu verkabeln – unter anderem um das Landschaftsbild zu erhalten. Auch der Gemeinderat von Lienz beschloss, Einspruch einzulegen. Wie geht es weiter? In einer ersten Reaktion gibt Theurl gegenüber dem Osttiroler Boten an, dass der Verband "natürlich Einspruch" gegen den Bescheid erheben werde. Er habe den Bescheid jedoch noch nicht erhalten.