Der Landesfeuerwehrverband Tirol hat die Jahresbilanz präsentiert. Auch der Großbrand in Nußdorf-Debant im Sommer 2025 hat Spuren hinterlassen.
Rund 4.000 Brandeinsätze und etwa 8.700 technische Einsätze haben die 356 Tiroler Feuerwehren im letzten Jahr geleistet. In Osttirol waren es insgesamt 840 Einsätze, davon rund 220 Brandeinsätze.
Besonders in Erinnerung ist der Großbrand Ende Juni 2025 in Nußdorf-Debant. Allein hier waren in Summe rund 1.000 Feuerwehrleute von rund 70 Feuerwehren im Einsatz. Das ist auch ein Zeichen von großer Solidarität innerhalb des Feuerwehrverbandes betonte Sicherheitslandesrätin Astrid Mair bei der Präsentation der Jahresbilanz der Tiroler Feuerwehren vergangene Woche. Der Großbrand in Osttirol habe auch den Blick auf die psychische Gesundheit gelenkt, Angebote für die Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen wurden ausgebaut, berichtet Landes-Feuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter.
Ehrenamt und Sicherheit weiterhin im Fokus
Ohne die vielen Ehrenamtlichen wären die Einsätze gar nicht möglich, sagt auch der Osttiroler Landtagsabgeordnete Martin Mayerl. Das Land hat im letzten Jahr die Feuerwehren mit rund 20 Millionen Euro unterstützt, davon profitiert auch Osttirol erheblich, betont Mayerl.
Neuerungen gab es im letzten Jahr beim Atemschutz, berichtete. Hier wurde ein tirolweites Tauschsystem für Atemschutzflaschen eingeführt und mittlerweile landesweit vereinheitlicht. Damit sind Atemschutzflaschen bei Großeinsätzen rasch verfügbar.
Die 356 Feuerwehren in Tirol zählen insgesamt rund 33.700 Mitglieder. Diese Zahl ist derzeit relativ stabil, auch was den Nachwuchs betrifft. Rund 2.400 Jugendliche sind in der Feuerwehrjugend.
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