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26. Juni 2026

„In Osttirol gibt es Diskriminierung“

Lukas Mair (26) aus Lienz lebt seine Homosexualität offen aus. Anlässlich des Pride Month sprechen wir mit ihm über Akzeptanz und Vorurteile. Der Osttiroler lässt sich jedoch nicht beirren – und arbeitet an seinem eigenen Modelabel.

Der junge Mann outete sich vor über zehn Jahren – und muss seitdem auch mit Vorurteilen leben. Foto: Michael Egger

„Gigantisch“. So beschreibt Lukas Mair seine Eindrücke, die er von der Regenbogenparade in Wien mit nach Osttirol nahm. Er reiste Mitte Juni zum ersten Mal zur Pride in die Bundeshauptstadt – und ist nach wie vor begeistert. „Man hat alles gesehen – und es gibt keine Diskriminierung.“ Mair wuchs auf einem Bauernhof in Nikolsdorf auf und lebt mittlerweile in Lienz. Man kennt ihn in der Stadt. Schließlich arbeitete er bis vor kurzem in der Gastronomie. Er fing als Koch an, war zuletzt im Service tätig – und hilft in der Vinothek noch immer als Kellner in der Nachtgastronomie aus. Meistens arbeitete er in Osttirol, allerdings zog es ihn zwischendurch auch nach Obertauern und Velden. Doch mittlerweile kehrte er der Gastronomie den Rücken und arbeitet in einem Job mit geregelten Arbeitszeiten. „Das ist gut, um ein geordnetes Leben aufzubauen“, sagt uns Mair.

Ignorieren

Er ist 26 Jahre alt, geoutet hat er sich vor rund zehn Jahren. Und Mair hatte es nicht immer einfach – er erlebte auch Diskriminierung in Osttirol: „Leider zu oft.“ Auch in der Gastronomie musste der junge Mann oft mit blöden Sprüchen leben: „Gäste sagten zu mir, dass sie von sowas nicht bedient werden möchten.“ Wie geht man mit solchen Situationen um? Mair entwickelte über die Jahre eine Elefantenhaut. Mit blöden Kommentaren in der Gastro ging er so um: „Ignorieren oder rausschicken.“

Das gesamte Porträt finden Sie in der aktuellen Print-Ausgabe. 

 

Kommentare

Keine Kommentare
  • Mohamed ist nicht mein Name
    Der junge Mann aus Lienz kann froh sein, nicht in einem Land leben zu müssen, wo Homosexualität bei Todesstrafe verboten ist.

    Auch in Österreich würde ich mich als Homosexueller nicht unbedingt Gegeneden aufhalten, wo eine insgesamt ziemlich intolerante Religion die Oberhand gewonnen hat, die besonders gegenüber Homosexuellen keinerlei Toleranz kennt.
    Hat sich schon jemand bei uns in Österreich darüber beschwert?
    Das würde ich mir auch gut überlegen, denn das könnte als Intoleranz oder gar als Rassismus gegenüber dieser Religion gewertet werden.
    Als Phobie sowieso.

    Wünsche allen ein schönes Wochenende
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    • auch mein Name ist nicht Mohamed
      Der junge Mann aus Lienz soll sich doch einmal gegenüber einem sogenannten "Neubürger" aus Arabien oder Afghanistan als Homosexuellen outen und dann bitte davon berichten. Es gibt sicher schon reichlich davon auch in Osttirol.
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  • Johey988
    Ja Osttirol ist nicht nur in dieser Sache MEILENWEIT hintenaus . Kann doch jeden schei. egal wie und was jemand macht bzw wie er lebt .
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  • Ehrenbürger
    In Zeiten, wo Vielfalt und Sexualität (ganz besonders die sexuelle Vielfalt) immer und überall in den Vordergrund geschoben wird, ist es gut und wichtig sich öffentlich zu outen. Auch Heterosexuelle sollten dazu den Mut aufbringen!
    Nur so kann Gleichheit, Vielfalt und Weltoffenheit und die dazugehörende Toleranz ungezwungen gelebt und ausgelebt werden.
    Das ist zumindest meine Meinung zum Thema.
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    • Ehrenbürger
      Ich schlage vor, jeder sollte nach Beginn der Geschlechtsreife und bis zu 5 Jahre Orientierung in alle Richtungen, seine bevorzugte bzw. gewählte sexuelle Orientierung veröffentlichen. Social Media wäre ein geeigneter Ort dazu. Sexuelle Vorlieben sollten aber weiterhin Privatsache bleiben.
      Dann wäre das "Outen" das wichtig ist aber zudem nur wenige den Mut aufbringen, nicht mehr nötig.
      Ich weiß, es gibt auch andere Meinung zum Thema, aber ich finde meine ist die richtige.
      LG
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  • Michi
    Endlich einer, der sich traut. Viele Osttiroler sind leider noch Hinterweltler. Auf eine Weise, wollen sie sooo gscheid sein und was dieses Thema angeht, hängen sie hinterher. Ich habe auch ein Familienmitglied, der Homosexuell ist. Er wird in der Familie von allen akzeptiert und Gott sei dank auch auf seinem Arbeitsplatz.
    Ich finds super, wenn sie sich outen, versteckt euch nicht.
    An alle Osttiroler und generell an alle Menschen die eine andere Sexualität nicht akzeptieren, schämt euch.
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  • Wanderer
    Sorry, wen interessiert es, ob oder wer sich outet?
    Es leben eh die Meisten wie sie wollen.
    Also wozu der ganze " Zinnober" ?!?
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  • Hans
    Ich helfe in der Gastro im Service immer wieder aus,wenn ein Gast zu mir sagt er will nicht Bedient werden von mir oder jemand anderem verweis ich ihn sofort aus dem Lokal (Lokalverbot),der kann sein wer er will
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  • Manchmal anders gedacht
    Cooler Mann, nur nicht unterkriegen lassen!!!💪🏻

    Kenne einige homosexuelle Menschen, alles nette, freundliche und zuvorkommende Menschen, sogar zu mir, der ich nicht schwul bin. 😘

    Aber man sieht auch wieder, wie verbohrt und unreflektiert so mancher Gast wohl sein muss, wenn man glaubt, über den Dingen zu stehen und sich nicht bedienen zu lassen. Der bekommt von mir sofort Lokalverbot, solche Gäste braucht niemand!

    Ewig gestriges Denken, als ob man sich seine Neigungen aussuchen würde. Man will ja gar nicht wissen, was die ach so korrekten Gutbürger hinter verschlossenen Türen so treiben, also denkt ihr Ignoranten mal darüber nach, bevor ihr andere grundlos diskriminiert!!!
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