Der Himalaya habe ihn nie gereizt, sagt Paul Steiner (92) aus Matrei. Und doch führte ihn sein Weg über die Grenzen Osttirols hinaus – bis in das ferne Atlasgebirge und in die eisige Weite Spitzbergens.
Eigentlich habe er Tischler gelernt, erzählt Steiner. Doch die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg brachte neue Perspektiven mit sich. Es gab nur wenige ausgebildete Bergführer, gleichzeitig aber eine steigende Nachfrage von Gästen, die die Osttiroler Bergwelt erleben wollten. Auch sein Bruder Hans war bereits als Bergführer tätig. Für Paul Steiner war die Entscheidung daher naheliegend: „Probier mas holt“, erinnert er sich an seine damalige Motivation.
„Die Ausbildung musste ich in Nord-, Ost- und Südtirol machen. Einfach war das nicht. Man musste schon etwas können, auch zu der damaligen Zeit wurde einem die Berufsberechtigung nicht geschenkt“, betont Steiner. Bald nach Abschluss führte er regelmäßig Gäste auf den Großvenediger, meist von der Prager Hütte aus. Dort kam es auch zu einer Begegnung, die sein weiteres Leben entscheidend beeinflussen sollte.
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