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05. Juni 2026

Getrübter Start in die Almsaison

In diesen Tagen werden tausende Weidetiere auf die Osttiroler Almen gebracht. Wassermangel, Wolf und Wanderwege sind ein Thema.

Archivbild: Almweide im Debanttal. Foto: Stangl

Die Almsaison läuft an, doch die Vorfreude auf die Sommerfrische für das Vieh ist nicht ungetrübt. Auch in Osttirol ist der Wassermangel auf den Almen ein Thema. Die Regenfälle diese Woche waren dringend notwendig und auch hilfreich, heißt es aus der Landwirtschaftskammer. Bis alle Quellen wieder ausreichend Wasser abgeben und sich der trockene Boden erholt, dauert es aber noch. Tausende Weidetiere, von Rindern über Pferde bis zu Schafen und Ziegen werden in den kommenden Tagen auf die Alm übersiedeln.

Großer Druck durch den Wolf

Auch der Druck durch den Wolf wächst. Es werden zwar mehr Almtiere besendert, um Irritationen rascher zu bemerken, teilweise werden auch Nachtpferche und Einzäunungen errichtet, trotzdem werde man Risse nicht verhindern können. Der Wolf sei schneller und man könne immer erst hinterher reagieren, heißt es. Zuletzt gab es diese Woche Risse in Tristach, Leisach und Schlaiten.

Das Land Tirol appelliert an die Bevölkerung, Sichtungen von Großraubtieren möglichst rasch über das Sichtungsformular auf der Webseite des Landes Tirol oder an die Bezirkshauptmannschaft zu melden.

Warn- und Hinweisschilder bitte beachten. Foto: Stangl

Respekt und Rücksicht für Weidevieh

Rund 500 Almen gibt es in Osttirol, die mit Weidevieh bewirtschaftet werden. Land Tirol und Landwirtschaftskammer appellieren jeden Sommer neuerlich an Wanderer und Spaziergängerinnen, sich beim Queren von Alm- und Weideflächen achtsam und vorsichtig zu verhalten. Hier geht’s zum InfoVideo des Landes Tirol

10 Verhaltenstipps für den sicheren Umgang mit Weidetiere (Quelle Land Tirol)

  1. Tiere nicht füttern, sicheren Abstand halten!
  2. Weidevieh nicht erschrecken!
  3. Begegnung von Mutterkühen und Hunden vermeiden!
  4. Hunde immer unter Kontrolle haben und bei einem Angriff sofort ableinen!
  5. Wanderwege auf Almen und Weiden nicht verlassen!
  6. Wenn ein Weidevieh den Weg versperrt, mit möglichst großem Abstand umgehen!
  7. Bei Herannahen von Weidevieh: Ruhig bleiben, nicht den Rücken zukehren, den Tieren ausweichen!
  8. Schon bei ersten Anzeichen von Unruhe der Tiere Weidefläche zügig verlassen!
  9. Zäune sind zu beachten!
  10. Den arbeitenden Menschen, der Natur und den Tieren mit Respekt begegnen!

Alle Verhaltensregeln finden sich unter: www.sichere-almen.at

 

Kommentare

Keine Kommentare
  • Hans
    Das Problem heute ist das Personal,wir waren früher 4 Leute auf der Alm,heute wird sie mit 2 Menschen bewirtschaftet, zu den Schafen ist man min. alle 2 Tage gegangen-das schreckt den Wolf sicher auch ab-jetzt werden sie Besendert und man geht vtl noch 1 mal pro Woche Salzen.Zudem kommt noch dazu dass die Almer zu den Höfen nach Hause müssen um zu Heuen was es früher auch nich gab!
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